Wolfsbruch

Wolfsbruch

Werder/Havel – Leuchtend gelbe Sumpfdotterblumen, rote Feuerfalter und blaue Moorfrösche: Das Wolfsbruch ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und daher Schutzgebiet von internationalem Rang. Auf einer Tafel informiert die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg ab sofort über die Besonderheiten dieses Gebietes. Im kommenden Frühjahr wird es zudem eine Exkursion geben.

Das Wolfsbruch ist eines der letzten Niedermoore des Brandenburg-Potsdamer Havelgebietes, das noch regelmäßig überflutet wird. Aber warum und für wen ist diese Dynamik wichtig? Was haben Wasserbüffel mit dem Schutz zierlicher Pflanzen und Tiere zu tun und welche heimlichen Bewohner kann man hier mit etwas Glück noch beobachten? Solche und ähnliche Fragen beantwortet nun die neue Informationstafel, etwa 50 Meter von der Fußgängerbrücke zwischen dem Wolfsbruch und Einhaus entfernt.

Sie entstand in enger Zusammenarbeit mit Kai Heinemann, Biologe im Landschaftspflegeverein Potsdamer Kulturlandschaft e.V. und ausgewiesener Kenner der Region. Die Fotos auf der Tafel geben bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die Artenvielfalt und Farbenpracht, die sich Besucherinnen und Besuchern mit etwas Glück im Frühjahr bieten wird. Dann sind Interessierte herzlich zu einer Exkursion eingeladen. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Das Naturschutzgebiet Wolfsbruch ist aufgrund der hier vorkommenden Arten und Lebensräume Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.

Im Verlauf der letzten Monate haben wir für dieses Gebiet einen so genannten Managementplan erarbeiten lassen. In Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort wurden dabei geeignete Ziele und Maßnahmen formuliert, um die in ihrem Bestand bedrohten Habitate als Lebens- und Reproduktionsraum seltener Tierarten zu schützen.

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