lifeSandrasen: Bagower Bruch

Bagower Bruch

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Allgemeines

  • Größe: 155,09 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 480
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 3443-303

Gebietsbeschreibung

Das FFH-Gebiet Bagower Bruch befindet sich nordwestlich der Ortslage Bagow, die zur Gemeinde Päwesin gehört. Die reichen Tonvorkommen in der Region und der daraus resultierende Tonabbau haben das Gebiet geprägt. Heute finden sich hier ganz verschieden zu schützende Lebensraumtypen und Arten vor.

Anmerkung: Infolge der 6. Erhaltungszielverordnung (6. ErhZV) vom 15. Februar 2017 wurden die Grenzen des FFH-Gebietes angepasst.

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Natürlich eutrophe Seen
  • Pfeifengraswiesen
  • Magere Flachlandmähwiesen
  • Hainsimsen- Buchenwald
  • Mitteleuropäischer Stieleichen- oder Hainbuchenwald
  • Alte Bodensaure Eichenwälder

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Amphibien: Rotbauchunke, Knoblauchkröte, Moorfrosch
  • Fische: Bitterling, Schlammpeitzger, Steinbeißer
  • Säugetiere: Fischotter, Biber, Braunes Langohr, Rauhautfledermaus

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Ein Schwerpunkt der Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen ist der Erhalt von Alt- und Biotopbäumen in allen Waldlebensräumen. Es sollen wichtige Fledermaus-Habitatbäume bestimmt und ihr Erhalt auch in der Zerfallsphase gesichert werden. 
Um die artenreiche Pfeifengraswiese im westen des Gebiets zu erhalten, ist eine einschürige Mahd ab August notwendig. Aufgrund der fortgeschrittenen Gehölzsukzession müssen die Gehölze vor der ersten Mahd in einem separaten Pflegegang entfernt werden. In den beiden Anschlussjahren ist zur Zurückdrängung des Gehölzaufwuchses eine zweimalige flächige Mahd anzustreben. 
Für die seltenen Amphibien ist in erster Linie die Vermeidung von Fischbesatzmaßnahmen bzw. die Überprüfung der Stärke und Zusammensetzung des Fischbestandes anzustreben. Hierbei ist das Augenmerk nicht vorrangig auf den Bruchsee, sondern vor allem auf die angrenzenden kleineren ehemaligen Tongruben zu richten. Es sollten zusätzlich Gewässerrandstreifen um die Gewässer angelegt werden. Zur Vernetzung der vorhandenen Laichgewässer und Lebensräume ist der Strukturreichtum innerhalb der umliegenden Ackerflächen zu erhöhen. Mittelfristig muss daher angestrebt werden, die Feldsölle durch mindestens 5 Meter breite Saum- und Heckenstreifen miteinander zu verbinden.

 

Ansprechpartner

Naturwacht im Naturpark Westhavelland

Stützpunkt Süd (Milow)

Beatrice Koch
Tel. 03 386 / 20 04 19
E-Mail schreiben

Stützpunkt Nord (Havelaue)

Uta Drozdowski
Tel. 03 38 72 / 70 025
E-Mail schreiben

Managementplan

Managementplan für das FFH-Gebiet Bagower Bruch

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2013).

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