lifeSandrasen: Brodowin-Oderberg

Brodowin-Oderberg

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Allgemeines

  • Größe: 1629 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 262
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 3050-301

Gebietsbeschreibung

Das Gebiet „Brodowin-Oderberg“ besteht aus drei Teilflächen und befindet sich südlich vom Parsteiner See. Es wird sowohl durch ausgedehnte Waldgebiete als auch durch eine überwiegend ökologisch bewirtschaftete, reich strukturierte Agrarlandschaft geprägt. Zahlreiche Seen, Feldsölle sowie Hügel mit kontinentalen Trockenrasen sind hier zu finden. Das Gebiet ist zudem ein bedeutender Vorkommensschwerpunkt von Rotbauchunke und Laubfrosch.

Anmerkung: Infolge der 16. Erhaltungszielverordnung (16. ErhZV) vom 7. März 2018 wurden die Grenzen des FFH-Gebietes angepasst.

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Amphibien: Kammmolch, Rotbauchunke, Moorfrosch, Laubfrosch
Pflanzen:
  • Kriechender Sellerie

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Natürliche eutrophe Seen
  • Trockene, kalkreiche Sandrasen
  • Subpannonische Steppen-Trockenrasen

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Die untersuchten Gewässer sind in vielen Fällen durch die umgebenden Ackerflächen beeinträchtigt. Mangelnde Randstreifen bieten keinen ausreichenden Schutz vor Schadstoffeinträgen. In allen Teilgebieten wurden Gewässer mit gestörtem Wasserhaushalt beobachtet. Dies äußert sich in offensichtlicher Verlandung der Gewässer, Verschilfung, Verbuschung und zu früher Austrocknung. Fische kommen zwar in einigen Laichgewässern vor, spielen aber eine geringere Rolle.
Die wichtigsten Ziele im Hinblick auf den Amphibienschutz sind der Erhalt und die Pflege wasserführender Sölle und Kleingewässer. Dazu dient die Anlage von Gewässerrandstreifen, die gezielte Entnahme von Gehölzen sowie in Einzelfällen die gezielte Einbringung von Sonderstrukturen (Hecken, Gehölzstrukturen) in den Landlebensraum. Auch die Schaffung einer natürlichen Fischarten-Zusammensetzung ist bei einigen Gewässern als wichtige Maßnahme zum Amphibienschutz einzustufen.

Am nordwestlichen Ufer des Brodowinsees kommt der Kriechende Sellerie vor. Zur Erhaltung des Vorkommens soll zum einen der Gehölzsaum aus Erlen aufgelichtet werden und zum anderen das Ufer in die Beweidung einbezogen werden, um offene, keimfähige Bodenstellen zu schaffen.

Die Trockenrasen im Gebiet sind als Kulturbiotope durch Nutzung entstanden und können nur durch eine Fortsetzung der Nutzung und/oder Pflegemaßnahmen erhalten und entwickelt werden. Um die Trockenrasen zu erhalten, sollten optimalerweise die traditionellen Nutzungsformen, also eine Beweidung, eingesetzt werden. Generell ist auch Mahd eine Alternative zur Beweidung. Das Mahdgut ist in diesen Fällen unbedingt komplett von der Fläche zu entfernen und sollte nicht am Flächenrand im Gebüsch entsorgt werden.

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Ansprechpartner

Stützpunkt Milmersdorf

Klaus-Christian Arndt
Tel. 03 98 86/ 57 65
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Stützpunkt Groß Schönebeck

Tobias Wesebaum
Tel. 03 33 93/ 63 819
E-Mail schreiben

Außenstelle Warnitz

Kurt Eilmes
Tel. 03 98 63 / 71 62
E-Mail schreiben

Managementplan

Managementplan für das FFH-Gebiet Brodowin-Oderberg (DE 3050-301)

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2019).

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