lifeSandrasen: Finowtal-Pregnitzfließ

Finowtal-Pregnitzfließ

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Foto: M. Treptow (2020)

Allgemeines

  • Größe: 1806 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 218
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 3147-301

Gebietsbeschreibung

Das Pregnitzfließ und das Bestersfließ durchfließen im FFH-Gebiet eine Schmelzwasserrine und münden in den Finowkanal. Am Grunde der Schmelzwasserrinne sind Moormosaike entstanden. Die Rinne wird neben Stillgewässern von Feucht- und Nasswiesen, kleineren Moorgesellschaften und Feuchtwäldern geprägt. Die Prendener Seenkette ist ein beliebtes Erholungsgebiet, in dessen Umgebung einige Wochenend-siedlungen liegen.

Anmerkung: Grenzanpassung basierend auf der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Finowtal-Pregnitzfließ“ (zuletzt geändert am 19. August 2015).

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Säugetiere: Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus, Mopsfledermaus, Braunes Langohr, Graues Langohr, Fransenfledermaus, Großes Mausohr, Wasserfledermaus
Pflanzen:
  • Krautige Pflanzen: Steifblättriges Knabenkraut, Breitblättriges Knabenkraut

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Dünen mit offenen Grasflächen
  • Pfeifengraswiesen
  • Übergangs- und Schwingrasenmoore

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Zur Erhaltung der Heidebestände sind Maßnahmen wie Heidemahd und tiefere Bodenverwundungen notwendig. Letzeres ist erst nach einer tieferen Monitionsberäumung möglich. Zudem soll das Vordringen der Robinie in die Heidebereiche durch manuelle Beseitigung gestoppt werden.

Die Pfeifengraswiesen sollten in Absprache mit den Nutzern und ggf. unter Verfügbarmachung von Vertragsnaturschutzmitteln auch zukünftig durch eine extensive Nutzung erhalten werden. Eine Pflegemahd sollte einmal jährlich im Spätsommer oder Herbst mit anschließender Beräumung des Mähgutes zum Nährstoffentzug auf den Flächen erfolgen.

Die Kesselmoore sind durchgängig als degradiert anzusprechen, als Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen sind eine Erhöhung des Grundwasserspiegels durch Grabenverschluß, gezielte Gehölzentnahme auf den Moorflächen und ein Umbau von Nadelholz- in Laubholzbestände im näheren Einzugsbereich vorgesehen.

In Bezug auf den Federmausschutz sollten die Sommerquartiere und insbesondere Wochenstuben grundsätzlich in ihrem Verbund erhalten und bei Mängeln neue Quartiermöglichkeiten geschaffen werden. Die Schaffung weiterer potenzieller Reviere vermindert die Anfälligkeit der Gesamtpopulation gegenüber Störungen.

 

Aktuelles

  • Fledermausschutz

    Ranger der Naturwacht informieren im Rahmen des Projektes "Unser Naturerbe schützen – Zusammen für NATURA 2000" weiterlesen

Ansprechpartner

Gebietsleitung der Naturwacht im Naturpark Barnim (Wandlitz)

Dirk Krone
Tel. 03 33 97 / 67 03 17
E-Mail schreiben

Revier Nord (Schorfheide)

Achim Christians
Tel. 03 33 97 / 63 812
E-Mail schreiben

Revier Ost (Melchow)

Michael Treptow
Tel. 03 33 37 / 45 15 42
E-Mail schreiben

Schutzgebiet

Naturpark Barnim

Managementplan

Managementplan für das FFH-Gebiet Finowtal Pregnitzfließ (DE 3147-301) (PDF)

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2008).

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