lifeSandrasen: Groß-Ziethen

Groß-Ziethen

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Allgemeines

  • Größe: 893 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 260
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 3049-302

Gebietsbeschreibung

Die überwiegend landwirtschaftlich genutzte Jungmoränenlandschaft des Gebietes ist reich an Kleingewässern und daher von zentraler Bedeutung für den Erhalt der Rotbauchunke. Neben der Rotbauchunke kommen auch andere Amphibienarten, wie Kammmolch oder Laubfrosch, vor. Die meisten Kleingewässer liegen in vermoorten Senken, es gibt jedoch auch Gewässer, die aus alten Abgrabungen bzw. Steingruben hervorgegangen sind. Häufig sind sie nur temporär wasserführend.

Anmerkung: Infolge der 16. Erhaltungszielverordnung (16. ErhZV) vom 7. März 2018 wurden die Grenzen des FFH-Gebietes angepasst.

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Amphibien: Kammmolch, Rotbauchunke, Moorfrosch, Laubfrosch
  • Insekten: Große Moosjungfer

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Natürliche eutrophe Seen

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Nach den Ergebnissen der aktuellen Kartierung sind die Feuchtgebiete und Standgewässer im Gebiet durch Entwässerung beeinträchtigt. Einige Senken werden durch Meliorationsgräben entwässert, es ist zu vermuten, dass darüber hinaus ein ausgedehntes Drainagesystem den Wasserhaushalt des Gebietes negativ beeinflusst. Eine starke Entwertung einzelner Gewässer als Laichbiotop bzw. Amphibienlebensraum geht mit der voranschreitenden Verlandung durch zunehmenden Röhrichtbewuchs einher. Auf den Ackerflächen des Untersuchungsgebietes fehlt es den Gewässern mehrheitlich an schützenden Gewässerrandstreifen. Es wird bis direkt an die Uferrandzone bewirtschaftet. Damit werden ungehindert Nährstoffe aus angrenzenden Nutzflächen eingeschwemmt, was in der Folge eine Eutrophierung der Gewässer nach sich zieht und ein damit verbundenes vermehrtes Pflanzenwachstum. Das treibt wiederum die Verlandungsprozesse voran.

Die wichtigsten Ziele im Hinblick auf den Amphibienschutz sind der Erhalt und die Pflege wasserführender Sölle und Kleingewässer in ihrer Funktion als amphibiengerechte Reproduktionsgewässer und die Verbesserung des Wasserrückhaltes in der Landschaft. Dazu dienen die Anlage von Gewässerrandstreifen, die gezielte Entnahme von Gehölzen im Uferbereich sowie die gezielte Steuerung der Weidevieh-Bestände an den Gewässern der Weidelandschaften.

 

Keine Nachrichten verfügbar.

Ansprechpartner

Stützpunkt Groß Schönebeck

Tobias Wesebaum
Tel. 03 33 93/ 63 819
E-Mail schreiben

Managementplan

Managementplan für das FFH-Gebiet Groß-Ziethen (DE 3049-302)

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2019).

Nach oben