lifeSandrasen: Nonnenfließ-Schwärzetal

Nonnenfließ-Schwärzetal

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Foto: Treptow (2018)

Allgemeines

  • Größe: 489 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 74
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 3148-301

Gebietsbeschreibung

Das Gebiet umfasst die bedeutendsten Fließgewässer im Einzugsgebiet der Schwärze. Nonnenfließ und Schwärze sind zwei überwiegend natürlich bis naturnah ausgeprägte Gewässer mit Klarwasserqualität. Sie fließen größtenteils durch Waldgebiete und werden von Feuchtbiotopen, wie Quellen und Kleingewässern und in offenen Bereichen auch von Röhrichten, Hochstaudenfluren und Wiesen begleitet. Am Grunde der Rinnen finden sich Niedermoorböden und anmoorige Böden.

Als Besonderheit sind außerdem die Kesselmoore im Gebiet zu nennen. Sie sind stark entwässert. Der Eppelbruch ist ein degradiertes Kesselmoor mit Gemeinem Widertonmoos (Polytrichum commune) in hohen Deckungsgraden. Daneben kommen die Gemeine Moosbeere (Oxycoccus palustris), vereinzelt auch Torfmoose (Sphagnum spec.) und Scheidiges Wollgras (Eriophorum vaginatum) als typische Arten vor. Im Quellgebiet des Nonnenfließ liegen weitere Moore mit wenigen Resten von Wollgras (Eriophorum vaginatum und E. angustifolium), Sumpf-Calla (Calla palustris), Sumpf-Blutauge (Potentilla palustris) und Sonnentau (Drosera rotundifolia).

Gebäudestrukturen in vielen Barnimer Dörfern stellen wichtige Sommer- und Wochenstubenquartiere sowie auch Winterquartiere für Fledermäuse dar. Die umliegenden Gebiete, so auch dieses, stellen für verschiedene Arten wichtige Jagdhabitate dar.

Anmerkung: Grenzanpassung basierend auf der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Nonnenfließ-Schwärzetal“ (zuletzt geändert am 10. Juni 2016).

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Säugetiere: Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus, Mopsfledermaus, Braunes Langohr, Graues Langohr , Fransenfledermaus, Großes Mausohr, Wasserfledermaus

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Übergangs- und Schwingrasenmoore

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Schutz und Entwicklung der entwässerten Kesselmoore sollen erreicht werden durch die Entnahme von Nadelgehölzen im Einzugsbereich, gezielte Entkusselungen auf den Moorflächen und einen Umbau von Nadelholz- in Laubholzbestände im näheren Einzugsbereich.

Für zahlreiche bekannte Fledermausquartiere in Gebäuden besteht Handlungsbedarf. Bei Gebäudeum- oder -neubauten sollte verstärkt auf den Fledermausschutz geachtet werden. Häufig können durch einfache bauliche Maßnahmen die Quartierbedingungen für Fledermäuse erheblich verbessert werden, ohne Beeinträchtigungen für die Eigentümer und Bewohner.
Die Sommerquartiere und insbesondere Wochenstuben sollten grundsätzlich in ihrem Verbund erhalten und bei Mängeln neue Quartiermöglichkeiten geschaffen werden, das vermindert die Anfälligkeit der Gesamtpopulation gegenüber Störungen.

Aktuelles

  • Fledermausschutz

    Ranger der Naturwacht informieren im Rahmen des Projektes "Unser Naturerbe schützen – Zusammen für NATURA 2000" weiterlesen

Ansprechpartner

Revier Nord (Schorfheide)

Achim Christians
Tel. 03 33 97 / 63 812
E-Mail schreiben

Revier Ost (Melchow)

Michael Treptow
Tel. 03 33 37 / 45 15 42
E-Mail schreiben

Schutzgebiet

Naturpark Barnim

Managementplan

Managementplan für das FFH-Gebiet Nonnenfließ-Schwärzetal (DE 3148-301) (PDF)

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2008).

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