lifeSandrasen: Werbellinkanal

Werbellinkanal

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Allgemeines

  • Größe: 3451 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 347
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 3048-302

Gebietsbeschreibung

Das Gebiet repräsentiert einen Ausschnitt der Jungmoränenlandschaft mit dem Grimnitzsee, einem flachen, Zungenbeckensee und dem Werbellinsee, einem sehr tiefen Rinnensee. Auf dem Endmoränenzug zwischen den beiden Seen liegt das Lubowseemoor mit den beiden Lubowseen. In der vermoorten Schmelzwasserrinne unterhalb des Werbellinsees liegen weitere Seen und kleine Moore. Der Wasserhaushalt des Gebietes ist durch Kanalausbau, durchstochene Wasserscheiden und Stauhaltung überprägt. Mit Ausnahme des Werbellinsees sind alle Gewässer aktuell eutroph. Das Gebiet weist größere Populationen gefährdeter Amphibienarten wie Rotbauchunke, Laubfrosch, Kammmolch oder Moorfrosch auf.

Anmerkung: Infolge der 16. Erhaltungszielverordnung (16. ErhZV) vom 7. März 2018 wurden die Grenzen des FFH-Gebietes angepasst.

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Amphibien: Moorfrosch, Laubfrosch, Kammmolch

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer
  • Natürliche eutrophe Seen

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Ein bedeutender Teil der Gewässer weist einen gestörten Wasserhaushalt auf, der sie zu früh austrocknen lässt. Einige werden wegen ihrer Fischvorkommen als Angelgewässer genutzt. Weitere Gefährdungen ergeben sich aus der intensiven touristischen Nutzung des Grabow- und vor allem des Pechteichsees (Boote, Angler, Badende).
Zur Verbesserung der Erhaltungszustände sind neben Verbesserungen im Wasserhaushalt (im Projekt nicht behandelt) v.a. die Einrichtung von Gewässerrandstreifen in Ackerflächen, Entnahme von Gehölzen im Uferbereich zur besseren Besonnung und auch ein artenschutzgerechter Umbau der Fischbestände in den Angelgewässern erforderlich. Die Teichanlage Pechteich sollte amphibiengerecht gestaltet werden. Eine Einrichtung von Schutzzonen zur Beschränkung des Tourismus am Pechteichsee wäre ebenfalls wünschenswert. Daneben ist die Errichtung einer stationären Amphibienanlage an der L 220 zwischen Althüttendorf und Joachimsthal als prioritär für den Amphibienschutz anzusehen, eine Verwirklichung ist nur im Zusammenhang mit Straßenbauplanungen denkbar.

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Ansprechpartner

Stützpunkt Groß Schönebeck

Tobias Wesebaum
Tel. 03 33 93/ 63 819
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Managementplan

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