lifeSandrasen: Mittellauf der Schwarzen Elster

Mittellauf der Schwarzen Elster

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Foto: Sophie Desaga

Allgemeines

  • Größe:  3157 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.:  495
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 4446-301

Gebietsbeschreibung

Das FFH-Gebiet „Mittellauf der Schwarzen Elster“ umfasst einen Teil des Flusslaufs der Schwarzen Elster sowie verschiedene umgebende Auenbereiche und befindet sich teilweise im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Die Schwarze Elster ist Teil des Flusseinzugsgebietes der Elbe. Der sandgeprägte Tieflandfluss wurde vollständig begradigt und mit Staustufen und Wehren reguliert. Sie weist nur eine schmale, beiderseitig der Ufer bandförmig den Fluss begleitende rezente Überflutungsaue auf. Daran schließen sich die Deiche an.

Die Zuflüsse Alte Elster, Alte Röder, Rieke und Scheidelache sind darüber hinaus teilweise noch naturnah ausgeprägt und es gibt viele Altarme und Kleingewässer. Damit ist das Gebiet Lebensraum und Verbindungskorridor für zahlreiche Tierarten. Teile der Entwässerungsgräben sind Schwerpunktraum des vom Aussterben bedrohten Froschkrautes (Luronium natans). Die Schwarze Elster war einstmals besonders fischreich. Trotz eines starken Rückgangs der Fischfauna hat der Fluss noch immer eine relativ hohe Bedeutung für verschiedene, teilweise gefährdete Fischarten.

Anmerkung: Infolge der 10. Erhaltungszielverordnung (10. ErhZV) vom 25. Juli 2017 wurden die FFH-Gebiete "Alte Elster und Riecke Teil I und II", "Alte Röder bei Prieschka", "Mittellauf der Schwarzen Elster" und "Mittellauf der Schwarzen Elster Ergänzung" zusammengelegt. Das neue Gebiet behält den Namen „Mittellauf der Schwarzen Elster“.

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Amphibien: Kammmolch, Moorfrosch, Rotbauchunke
  • Fische: Bitterling, Rapfen, Schlammpeitzger
  • Insekten: Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Grüne Keiljungfer, Grüne Mosaikjungfer
Pflanzen:
  • Wasserpflanzen: Froschkraut

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Natürliche eutrophe Seen
  • Flüsse der planaren bis montanen Stufe
  • Pfeifengraswiesen
  • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
  • Brenndolden-Auenwiesen
  • Magere Flachland-Mähwiesen

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Im Rahmen der Hochwasserrisikomanagementplanung wird vom Landesamt für Umwelt zurzeit die Schaffung von Retentionsräumen entlang der Schwarze Elster geprüft und vorbereitet. Hierbei sollen die Ergebnisse der Managementplanung aktiv eingebracht werden. Von einer Deichrückverlegung profitieren nicht nur die Altarme, Nebengewässer und Kolke, sondern auch die feuchteabhängigen Offenlandflächen wie Brenndolden-Auwiesen oder Pfeifengraswiesen. Für diese soll weiterhin eine naturschutzfachliche Beratung angeboten werden, denn hier ist eine extensive Nutzung in 1-2 Mahdgängen optimal. Ein weiterer Schwerpunkt ist eine besondere Schmetterlingsart: Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling (Maculinea naustithous), der vor allem in den schmalen Deichvorländern seinen Lebensraum findet. Eine angepasste Nutzungsweise, die unter anderem eine 6 bis 8-wöchige Nutzungspause beinhaltet, fördert nicht nur diese spezielle Art, sondern auch viele weitere Insektenarten.

Aktuelles

Ansprechpartnerin

Sophie Desaga
Tel. 03 31 / 97 16 48 83
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Petra Wießner
Tel. 03 53 41 / 10 213
E-Mail schreiben

Nadja Poser
Tel. 03 53 41 / 10 192
E-Mail schreiben

Managementplan

Managementplan für die FFH-Gebiete:

  • Alte Elster und Riecke (DE 4345-301)
  • Alte Röder bei Prieschka (DE 4546-302)
  • Mittellauf der Schwarzen Elster (DE 4446-301)
  • Mittellauf der Schwarzen Elster Ergänzung (DE 4345-303)

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2012). 

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