lifeSandrasen: Untere Pulsnitzniederung

Untere Pulsnitzniederung

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Foto: F. Meyer (2013)

Allgemeines

  • Größe: 667 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 226
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 4547-302

Gebietsbeschreibung

Das Gebiet befindet sich im sogenannten Schraden, einer vormals überwiegend vermoorten holozänen Niederung des Lausitzer Urstromtals und besteht aus zwei Teilflächen nördlich (Alte Sieben) und südlich (Merzdorfer Polder) der stark anthropogen überprägten Pulsnitz. Nach umfangreichen Rodungen und Meliorationsmaßnahmen in der Vergangenheit zeichnet sich das Landschaftsbild der Umgebung heute überwiegend durch agrarwirtschaftlich genutzte Äcker und Grünland aus. Die historisch kleinparzellige extensive Landnutzung wurde zeitweise durch großflächige Intensivbewirtschaftung ersetzt, ist jedoch seit langem wieder extensiv. Das FFH-Gebiet umfasst dabei den größten erhaltenen Teil des Schradens, in dem noch Niedermoorböden mit Flachmoortorfen vorherrschen.

Anmerkung: Grenzanpassung basierend auf der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Untere Pulsnitzniederung“ (zuletzt geändert am 19. August 2015).

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Fische: Schlammpeitzger
Pflanzen:
  • Wasserpflanzen: Froschkraut

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Pfeifengraswiesen auf kalkreichen Boden, torfigen und tonig-schluffigen Böden
  • Magere Flachlandwiesen
  • Moorwälder
  • Birken-Moorwälder

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Die Vergleichmäßigung und Stabilisierung des Wasserhaushalts steht hier im Vordergrund möglicher Maßnahmen. Es gibt ein weit verzweigtes Grabensystem mit teilweise funktionsuntüchtigen Staubauwerken. Hier soll zusammen dem Gewässerunterhaltungsverband und den Landnutzern ein Staumanagement entwickelt werden, welches sowohl naturschutzfachliche als auch landwirtschaftliche Aspekte berücksichtigt. Davon profitieren sowohl Moorwälder als auch die feuchteabhängigen Offenländer wie Pfeifengraswiesen. Bei diesen sollen die Bewirtschafter weiterhin ein Angebot für eine naturschutzfachliche Beratung erhalten: Denn eine extensive Bewirtschaftung, für die es auch einen finanziellen Ausgleich gibt, fördert viele seltene Tier- und Pflanzenarten wie bspw. bodenbrütende Vogelarten des Feuchtgrünlands.

Aktuelles

Ansprechpartnerin

Sophie Desaga
Tel. 03 31 / 97 16 48 83
E-Mail schreiben

Managementplan

Managementplan für das FFH-Gebiet Untere Pulnitzniederung (DE 4547-302)

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2014).

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