lifeSandrasen: Großer Pätschsee bei Rheinsberg

Großer Pätschsee bei Rheinsberg

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Allgemeines

  • Größe:  114 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 727
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 2843- 326

Gebietsbeschreibung

Das FFH-Gebiet ist geprägt vom Großen Pätschsee, in der Peripherie liegen v.a. Waldbereiche. Der Wald befindet sich überwiegend in Landeseigentum, aber auch Privat- und Kommunalwald kommt vor. Die bodensauren Buchenwälder (LRT 9110) des Gebietes erreichen überwiegend nur schwache Wuchsklassen, sind geschlossen aber nicht gedrängt und weisen häufig einzelne stärkere Buchen oder Traubeneichen auf, die teilweise Lebensraum für den Eremiten bieten. Den bewirtschafteten Waldbeständen fehlen vor allem Biotop- und Altbäume bzw. Totholz. Bei den bisherigen Nachweisbäumen für den Eremiten handelt es sich ausschließlich um bereits abgestorbene Buchen- und Eichen-Altbäume. Die Erschöpfung der Brutressourcen dieser wenigen Bäume ist absehbar.

Anmerkung: Infolge der 4. Erhaltungszielverordnung (4. ErhZV) vom 10. Dezember 2016 wurden die Grenzen des FFH-Gebietes angepasst.

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Insekten: Eremit
  • Säugetiere: Mopsfledermaus, Großer Abendsegler, Mückenfledermaus

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Hainsimsen- Buchenwald

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Als Auffangmaßnahme wird die Ausweisung eines möglichst dichten Netzes an Höhlenbäumen, Höhlenbaum-Anwärtern und Strukturen von dickem, stehendem Totholz empfohlen. Außerdem sollten die in den Buchenwäldern verbliebenen Biotop- und Altbäume als potentieller oder tatsächlicher Lebensraum des Eremiten vollständig erhalten bleiben. 

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Ansprechpartner

Naturwacht im Naturpark Stechlin Ruppiner Land

(Stützpunkt Menz)

Petra Möhl
Tel. 03 30 82 / 50214
E-Mail schreiben

Thomas Hahn
Tel. 03 30 82 / 50214
E-Mail schreiben

Managementplan

Managementplan für das FFH-Gebiet Pätschsee bei Rheinsberg 

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2013).

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