lifeSandrasen: Ruppiner Schweiz

Ruppiner Schweiz

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Allgemeines

  • Größe:  643 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 17
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 2942-302

Gebietsbeschreibung

Das FFH-Gebiet ist fast vollständig von Waldflächen geprägt. Es dominiert der Waldmeister-Buchenwald mit einem Gebietsanteil von 58,4 Prozent. Es handelt sich überwiegend um Landesforst, insgesamt drei Naturentwicklungszonen sind auf circa 25 Prozent der Fläche eingerichtet. Im FFH-Gebiet konnten insgesamt 13 Fledermausarten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie nachgewiesen werden.
Rund 2 Prozent des Gebietsanteils entfallen auf Moore. Das Brandluch ist ein Übergangs- und Schwingrasenmoor von etwa 2 Hektar Größe mit einzelnen offenen Wasserflächen, umgeben von Laubwald. Das Brandluch ist Laichhabitat für Rotbauchunke und Kammmolch, die Gewässer stehen mit dem Verbreitungszentrum der Rotbauchunke um Gühlen in Verbindung.

Anmerkung: Infolge der 4. Erhaltungszielverordnung (4. ErhZV) vom 10. Dezember 2016 wurden die Grenzen des FFH-Gebietes angepasst.

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Amphibien: Rotbauchunke, Kammmolch
  • Säugetiere: Mopsfledermaus, Braunes Langohr, Großer Abendsegler, Wasserfledermaus

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

    • Hainsimsen-Buchenwald
    • Waldmeister-Buchenwald

    Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

    Fledermauslebensräume sind potenziell gefährdet durch Strukturarmut in den Wäldern (insbesondere durch fehlende Alt-, Biotop- und Höhlenbäume). Für ein ausreichendes Angebot an Nahrung, Sommer-, ggf. auch Winterquartieren und Wochenstuben ist die Erhaltung von vitalen Biotop-, Alt- und Höhlen-bäumen, aber auch von insbesondere starkem Totholz nötig. Dies betrifft auch Biotopbäume in Forstbeständen.
    Als potenzielle Gefährdungen für die Rotbauchunken sind aufkommende Gehölze und die damit einsetzende Verbuschung des Moors sowie die zunehmende Verlandung der Wasserbereiche zu nennen. In dem Bereich sollten Gehölzentnahmen durchgeführt werden, bevorzugt an den Gewässerrändern. Gleichzeitig sollten Gewässervertiefungen angestrebt werden, um den Verlandungsprozessen entgegen zu wirken.

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    Ansprechpartner

    Naturwacht im Naturpark Stechlin Ruppiner Land

    (Stützpunkt Menz)

    Petra Möhl
    Tel. 03 30 82 / 50214
    E-Mail schreiben

    Thomas Hahn
    Tel. 03 30 82 / 50214
    E-Mail schreiben

    Managementplan

    Managementplan für das FFH-Gebiet Ruppiner Schweiz

    Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2012).

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