lifeSandrasen: Salveytal

Salveytal

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Foto: A. Hermann (2009)

Allgemeines

  • Größe: 382 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 336
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 2752-302

Gebietsbeschreibung

Das Gebiet ist durch ein Mosaik aus Trockenrasen auf den Kuppen und Hängen sowie den Feuchtlebensräumen im eingeschnittenen Salveytal gekennzeichnet. Der in die Oder abfließende Salveybach ist ein, von Erlen und Eschen naturnah beschatteter Tieflandbach mit zahlreichen Strukturen wie Abbrüchen, Kolken, Sandbänken und Ansätzen zur Mäanderbildung. Der Salveybach und der benachbarte, zufließende Bruchgraben Geesow sind aufgrund ihres Strukturreichtums und der relativ guten Wasserqualität Lebensraum für charakteristische Fließgewässerarten (z.B. Fisch- otter) und den stark gefährdeten Edelkrebs. Das Edelkrebs- vorkommen ist von landesweiter Bedeutung, da es nur noch wenige Restpopulationen gibt.

Die Trockenrasen auf den Kuppen und Hängen des Gebietes haben sich durch jahrhundertelange Wanderschäferei gebildet und sind heute verbracht da die Schafhaltung aufgegeben wurde. Die trockenen, halboffenen bis offenen Lebensräume, insbesondere mit dem Aufwuchs dorniger Sträucher sind außerdem Lebensraum für gefährdete Brutvogelarten.

Anmerkung: Grenzanpassung basierend auf der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Salveytal“ (zuletzt geändert am 19. August 2015).

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Fische: Schlammpeitzger, Steinbeißer
  • Krebse: Edelkrebs
  • Säugetiere: Biber, Fischotter,
  • Vögel: Braunkehlchen, Eisvogel, Heidelerche, Neuntöter, Sperbergrasmücke

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Flüsse der planaren bis montanen Stufe
  • Subpannonische Steppen-Trockenrasen
  • Sarmatische Steppen-Kiefernwälder

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Vor allem der Erhalt der eigendynamischen Entwicklung der Fließgewässer und Strukturen wie Sandbänke, Inseln, Flach- wasserzonen und Totholz ist von Bedeutung. Auf größere Eingriffe und Unterhaltungsmaßnahmen sollen weitgehend verzichtet werden. Dennoch sind das punktuelle Einbringen von Störelementen zur Initiierung von Seitenerosion und Lauf- krümmung in den begradigten Abschnitten sinnvoll. Arten wie Edelkrebs, Bachmuschel, Fischotter, Biber und Eisvogel profitieren von diesen Maßnahmen. Auf den Trockenrasen soll eine angepasste Pflegemahd die Vergrasung und Verbuschung dieser Flächen verhindern.

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Ansprechpartnerin

Maria Schrödter
Tel. 03 31 / 97 16 48 91
E-Mail schreiben

Managementplan

Managementplan für das FFH-Gebiet Salveytal (DE 2752-302)

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2015).

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