lifeSandrasen: Trockenrasen Geesow - Geesower Hügel

Trockenrasen Geesow - Geesower Hügel

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Foto: A. Hermann (2009)

Allgemeines

  • Größe: 77 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 103
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 2752-301

Gebietsbeschreibung

Das etwa 80 ha große Gebiet befindet sich nördlich von Gartz (Oder) und liegt auf einer kuppigen Stauchendmoräne aus basenreichem Geschiebemergel, welche steil zur westlich angrenzenden Odertalniederung abfällt. Die naturschutzfachlich wertvollen Trockenrasen sind vor allem durch Hüteschäferei auf den „Ungunststandorten“ der Oder- und Randowhänge entstanden. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft seit den 1970er Jahren, ging die Schafhaltung zurück und wurde seit der politischen Wende 1989 komplett eingestellt. Die Auflassung der Trockenrasen führte zur Nährstoffanreicherung, Vergrasung (mit dichten Streuchschichtauflagen), Verbuschung und Arten- verarmung. Seit 2010 konnte wieder eine Beweidung durch Schafe und Ziegen sowie die Beratung durch eine Gebietsbetreuerin eingeführt werden.

Im FFH-Gebiet Trockenrasen Geesow konnten insgesamt 314 Pflanzenarten, davon 101 gefährdete Arten, nachgewiesen werden. Zu den gefährdeten Arten gehören vor allem konkurrenzschwache, basiphile Trockenrasenarten (z.B. Sand-Nelke). Daneben bieten die Trockenrasen einer Reihe von gefährdeten Arten wie der Zauneidechse oder seltenen Brutvögeln (z.B. Neuntöter) einen Lebensraum. Zudem wurden hier über 180 Schmetterlingsarten sowie zahlreiche Heuschrecken- und Stechimmenarten festgestellt.

Anmerkung: Infolge der 19. Erhaltungszielverordnung (19. ErhZV) vom 13. April 2018 wurde das Gebiet in "Trockenrasen Geesow - Geesower Hügel" umbennant und eine neue Gebietsabgrenzung festgesetzt.

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Reptilien: Zauneidechse
  • Vögel: Braunkehlchen, Neuntöter, Sperbergrasmücke, Ziegenmelker, Wendehals
Pflanzen:
  • Krautige Pflanzen: Dreizähniges Knabenkraut, Graue-Skabiose, Wiesen-Küchenschelle

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Trockene, kalkreiche Sandrasen
  • Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien
  • Subpannonischer Steppen-Trockenrasen

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Für den Erhalt der Pflanzenvielfalt ist die Unterstützung der Weiterführung und Optimierung der Beweidung mit einer gemischten Herde aus Schafen und Ziegen von großer Bedeutung. Gleichzeitig fördert die Beweidung die Habitatstrukturen für die Zauneidechsen und die Brutvögel im Gebiet und verbessert das Nahrungsangebot mit Insekten.

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Ansprechpartnerin

Maria Schrödter
Tel. 03 31 / 97 16 48 91
E-Mail schreiben

Managementplan

Managementplan für das FFH-Gebiet Trockenrasen Geesow (DE 2752-301)

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2015).

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