Fisch-Untersuchungen Temnitz

Fisch-Untersuchungen Temnitz

Ein Standort auf der Temnitz
Bitterling
Kescher zur Elektrobefischung
Hecht
Kamberkrebs
Schleie

An insgesamt neun Standorten entlang der Temnitz haben die Fischer Herr Wolfram Hahlweg und Herr Gernot Walter im Rahmen der Managementplanung eine Elektrobefischung für uns durchgeführt.

Bei dieser Methode wird schwacher Strom zum Fang der Tiere eingesetzt. Dabei wurden unter anderem die FFH- Art Bitterling sowie Gründling, Schleie, Moderlieschen, Dreistacheligen Stichling, Hecht, Flussbarsch, Döbel sowie ein Kamberkrebs gefunden. Der Kamberkrebs ist ein aus Nordamerika stammender Flusskrebs, der als invasive gebietsfremde Art auch in Europa vorkommt. Er ist in Teilen Europas weit verbreitet und dort die mittlerweile häufigste Flusskrebsart.

Die Verbreitung der Fische im Ober- und Unterlauf der Temnitz ist sehr unterschiedlich, da Bauwerke Standortbedingungen stark verändert haben. So ist das Wasser im Unterlauf vor einem Wehr sauerstoffarm und nährstoffreich. Wasserlinsen wachsen hier, die Fließgeschwindigkeit ist gering. An diesen Stellen fehlten größere, ältere Fische. Dies könnte ein Zeichnen dafür sein, dass die Sauerstoffsituation im Sommer noch weitaus schlechter war. Dafür wurden hier viele Bitterlinge und andere kleine Arten wie Moderlieschen gefunden. Die kleinen Fische können solchen Extremsituationen entgehen, indem sie in kleinen Seitenbächen ausharren bis sich die Situation entschärft. Größere Fische wie Hechte können das nicht.

Oberhalb der Staustufen wurden unter anderem Steinbeißer, Schleie, Neunstacheliger Stichling und Schmerlen gefunden.

Anfang 2019 soll mit Anglern über die Ergebnisse der Untersuchungen diskutiert werden. Sie kennen und beobachten das Gebiet seit Jahren und können wichtige Hinweise für die weitere Planung geben. Hierzu wird nochmal direkt eingeladen.

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