lifeSandrasen: Verlorenwasserbach Unterlauf und Briesener Bach

Verlorenwasserbach Unterlauf und Briesener Bach

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Foto: M. Detel (2021)

Allgemeines

  • Größe: 282 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 760
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 3740-304

Gebietsbeschreibung

Der Bachlauf ist in diesem Gebiet eher naturnah und gut strukturiert. Es finden sich mehrere  Mühlen, Sohlabstürze und Fischzuchten.

Im Bereich liegen mehrere bekannte Fledermausquartiere, für die das Gebiet wichtige Jagdhabitate darstellen. So finden sich Winterquartiere in Görzke, Hohenspringe, Egelinde, Verloren-wasser, Tonstiche und Ragösen. Sommer-, Zwischen- und Paarungsquartiere sowie Wochenstuben sind aus dem Mühlengebäude Grüne Aue, in der Friesdorfer Mühle und Groß Briesen bekannt.

Anmerkung: Infolge der 21. Erhaltungszielverordnung vom 23. Juni 2018 wurden die  Grenzen des Gebiets angepasst.

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Säugetiere: Braunes Langohr, Graues Langohr, Breitflügelfledermaus, Zwergfledermaus

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Flüsse der planaren bis montanen Stufe

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Überschlammung und Sandfrachten stellen eine starke Beeinträchtigung der Sohlstruktur dar. Um die Habitatstrukturen zu verbessern, sollte der Verlorenwasserbach innerhalb von Randstreifen weitgehend sich selbst überlassen werden. Sturzbäume und andere Strömungshindernisse, hinter denen die Kiessohle freigespült wird, sind zu belassen, solange ein ausreichender Abfluss gewährleistet ist. Auch das Einbringen bachnaher Gehölze ist in Einzelbereichen eine wichtige Maßnahme.

Der Groß Briesener Bach befindet sich aktuell in einem schlechten Erhaltungszustand. Hauptsächliche Beeinträchtigungen sind die stark entwässerte umgebende Landschaft sowie die fehlende Strukturgüte des Bachlaufes. Zur Verbesserung dieser sollen die Gewässerunterhaltungsmaßnahmen reduziert werden.

Die bekannten Fledermausreviere sollen erhalten und bei Bedarf als Lebensraum aufgewertet werden. Störungen durch sollten vermieden werden. Die Schaffung weiterer potenzieller Reviere vermindert zudem die Anfälligkeit der Gesamtpopulation gegenüber Störungen.

Ansprechpartner

Naturwacht im Naturpark Hoher Fläming

Stützpunkt Baitz

Katrin Mielsch (Gebietsleiterin)
Tel. 03 38 41 / 43 734  
E-Mail schreiben

Moritz Detel
Tel. 03 38 41 / 43 734  
E-Mail schreiben

Managementplan

Innerhalb des Naturparks Hoher Fläming übernimmt bisher der Pflege- und Entwicklungsplan (PEP) die Funtkion der Managementpläne für die dort befindlichen FFH-Gebiete.

Pflege- und Entwicklungsplan für den Naturpark Hoher Fläming

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