lifeSandrasen: Niederung der Notte bei Zossen

Niederung der Notte bei Zossen

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Foto: M. Weber (2012)

Allgemeines

  • Größe: 1001 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 488
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 3846-306

Gebietsbeschreibung

Im Nordwesten des neuen FFH-Gebietes "Niederung der Notte bei Zossen" (Landes-Nr. 488) befindet sich das ehemalige FFH-Gebiet "Horstfelder- und Hechtsee" (Landes-Nr. 41). Es handelt sich um ein ausgedehntes Niederungsgebiet in der Nuthe-Notte-Niederung mit einem bedeutsamen Brut- und Zugvogelbestand. Das Gebiet repräsentiert einen durchflossenen Restsee innerhalb einer Moorrinne mit einem Komplex aus Gewässern, Schneide-Röhrichten, feuchten Grünlandbrachen einschließlich ihrer Verbuschungsstadien und Feuchtwiesen.

Darüber hinaus zählt zu dem FFH- Gebiet der Kleine Wünsdorfer See sowie Teile des Mellensees. Bedeutsam ist zudem das Vorkommen von Lebensraumtypen wie Pfeifengraswiesen, Kalkniedermoore und Salzstellen.

 

Anmerkung: Infolge der 23. Erhaltungszielverordnung (23. ErhZV) vom 11. September 2018 wurden die FFH-Gebiete "Horstfelder und Hechtsee", "Königsgraben und Schleuse Mellensee", "Müllergraben" und "Wehrdamm/Mellensee/Kleiner Wünsdorfer See" zusammengelegt.Das neue FFH-Gebiet erhält den Namen "Niederung der Notte bei Zossen".

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Amphibien: Knoblauchkröte, Moorfrosch, Kammmolch
  • Säugetiere: Breitflügelfledermaus, Großer Abendsegler, Mopsfledermaus, Mückenfledermaus, Zwergfledermaus
  • Wirbellose: Bauchige Windelschnecke, Schmale Windelschnecke, Großer Feuerfalter
Pflanzen
  • Pflanzen: Sumpf-Glanzkraut, Floh-Segge

    Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

    • Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer
    • Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden, torfigen und tonig-schluffigen Böden
    • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
    • Kalkreiche Sümpfe
    • Alte bodensaure Eichenwälder auf Sandebenen

    Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

    Für den Erhalt der Schneideröhrichte und des nährstoffarmen Gewässers sind sowohl die Vermeidung von Nährstoffeinträgen aus dem Umfeld als auch Maßnahmen zur Stabilisierung des Wasserhaushaltes notwendig. Der Verbuschung von Feuchten Hochstaudenfluren und Pfeifengrasbeständen soll mit einem angepassten Mahdregime entgegengewirkt werden, welches gleichzeitig die Habitate für die Windelschnecke verbessert.

    Das Vorkommen von Salzwiesen in Brandenburg ist eher selten und nur in Niederungsgebieten auf feuchten und wechselnassen Standorten zu finden. Aufgrund des hoch anstehenden salzhaltigen Grundwassers, das aus tieferen Erdschichten aufsteigt, treten infolge von Verdunstung Salzanreiche-rungen im Boden auf. Hauptproblem für einen schlechten Erhaltungsgrades ist meistens der abgesenkte Grundwasserspiegel. Für den Erhalt sowie Verbesserung des Zustandes des Lebensraumes ist zudem eine extensive Bewirtschaftung wichtig, um die Flächen offen zu halten und eine Verbuschung zu vermeiden und um einen Eintrag von Nährstoffen zu vermeiden.

    Ansprechpartnerin

    Kathrin Plaschke
    Tel. 03 31 / 97 16 48 51
    E-Mail schreiben

    Ansprechpartnerin

    Maria Schrödter
    Tel. 03 31 / 97 16 48 91
    E-Mail schreiben

    Managementplan

    Managementplan für das FFH-Gebiet Horstfelder und Hechtsee (DE 3846-302)

    Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2015).

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