lifeSandrasen: Untere Havel Süd

Untere Havel Süd

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Allgemeines

  • Größe: 3933 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 772
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 3440-305

Gebietsbeschreibung

Das FFH-Gebiet "Untere Havel Süd" befindet sich im Naturpark Westhavelland und war Teil des ehemailigen FFH-Gebietes "Niederung der Unteren Havel / Gülper See". Als natürlicher Bestandteil der Lebensräume von Flussauen findet sich hier besonders der Lebeneraumtyp "Dünen mit offenen Grasflächen (Dünen im Binnenland)". Als Lebensraum für Amphibien besitzt die Stromaue eine besondere Bedeutung. In erster Linie sind dabei die Altgewässer parallel zur Havel, die im Frühjahr temporär überstauten Feuchtwiesen und verschiedene Kleingewässer von Bedeutung.

Anmerkung: Grenzanpassung basierend auf der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Untere Havel Süd“ (zuletzt geändert am 08. Dezember 2017).

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Amphibien: Kammmolch, Moorfrosch, Knoblauchkröte, Kreuzkröte
  • Reptilien: Zauneidechse

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Dünen mit offenen Grasflächen (Dünen im Binnenland)
  • Pfeifengraswiesen

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Um der Verbuschung der Trockenstandorte entgegenzuwirken wird vor allem eine Schafbeweidung oder eine Mahd zur Nutzung oder Pflege in Betracht gezogen. Die Pflege der LRT-Flächen ist nach Möglichkeit im Komplex mit anderen xerothermen Offenlandbiotopen durchzuführen. Entbuschungen sind als ersteinrichtende Maßnahmen bzw. pflegebegleitend vorzusehen.

Beeinträchtigungen der Habitatqualität für Kleingewässer im Bereich des FFH-Gebietes gehen vor allem aus der fortschreitenden Gehölzsukzession in den Uferbereichen und der damit einhergehenden verstärkten Beschattung sowie aus der landwirtschaftlichen Eutrophierung und dem Fehlen von Vernetzungsstrukturen hervor. Daraus ergeben sich drei Maßnahmeschwerpunkte: Gezielte Gehölzentnahme in den Uferbereichen, Schaffung von Pufferstreifen um Kleingewässer vor allem in ackerbaulich genutzten Bereichen sowie die gezielte Schaffung von Sommerlebensraum- und Vernetzungsstrukturen wie z.B. Hecken oder Hochstaudenfluren.

Die naturschutzfachlich besonders sensiblen nährstoffarmen Pfeifengraswiesen spielen im Gebiet flächenmäßig keine Rolle, der kartierte Bereich am Bützer Berg liegt schon seit längerer Zeit brach und ist durch die Nutzungsauflassung akut in ihrem Bestand gefährdet. Eine angepasste Nutzung ist für diese Fläche als Erhaltungsmaßnahme zu definieren und beinhaltet eine einschürige flächige Mahd ab August. Das Mahdgut ist aufzunehmen und von der Fläche zu entfernen. Auf eine Düngung ist vorerst vollständig zu verzichten. Eine Beweidung ist zu vermeiden. Diese Maßnahmen sind zwingend notwendig, um den Erhaltungszustand der Fläche zu verbessern.

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Ansprechpartner

Naturwacht im Naturpark Westhavelland 

Stützpunkt Süd (Milow)

Beatrice Koch
Tel. 03 386 / 20 04 19
E-Mail schreiben

Stützpunkt Nord (Havelaue)

Uta Drozdowski
Tel. 03 38 72 / 70 025
E-Mail schreiben

Managementplan

Managementplan für das FFH-Gebiet Niederung der Unteren Havel / Gülper See (DE 3339-301) (PDF)

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2015).

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