

Das FFH-Gebiet „Oderwiesen Neurüdnitz“ mit 1.046 ha erstreckt sich entlang der Oder zwischen Neu-glietzen und Güstebieser Loose. Es umfasst den westlichen Uferbereich des hier begradigten Oderstroms mit dem meist schmal ausgeprägten Deichvorland sowie einen vorwiegend als Grünland genutzten Streifen des Deichhinterlandes. Der Deich ist Bestandteil des FFH-Gebietes. Das Deichvorland wird in der Regel von Röhrichten und meist kleinflächig entwickelten Gehölze der Weichholzaue eingenommen. Das FFH-Gebiet wird durch feuchte Hochstaudenfluren, Brenndolden-Auenwiesen und Magere Flachland-Mähwiesen geprägt. Sehr schmale Bereiche in dem Fließgewässer Oder entsprechen dem Lebensraumtyp Flüsse mit Schlammbänke. Ansonsten ist die Oder ein Lebensraum für zahlreiche wassergebundene Anhang II Arten wie Rapfen (Aspius aspius), Bitterling (Rhodeus amarus), Stromgründling (Romanogobio belingi), Stein-beißer (Cobitis taenia), Flussneunauge (Lampetra fluviatilis), Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis) und Grüne Keiljungfer (Ophiogomphus cecilia). Die temporären Kleingewässer sind ein Lebensraum für die Anhang II Art Rotbauchunke (Bombina bombina).
Marko Bläsche
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Managementplan für das FFH-Gebiet Oderwiesen Neurüdnitz (DE 3151-301)
Hrsg.: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg (MLUK), Potsdam (2024).