lifeSandrasen: Nuthe, Hammerfließ und Eiserbach

Nuthe, Hammerfließ und Eiserbach

Projekt Natura 2000-Umsetzung

Foto: Institut biota GmbH (2010)

Allgemeines

  • Größe: 828 ha
  • FFH-Gebiet Landes-Nr.: 609
  • FFH-Gebiet EU-Nr.: DE 3845-307

Gebietsbeschreibung

Das Gebiet umfasst vor allem die Fließgewässer Nuthe, Hammerfließ, Eiserbach und ihre fließgewässerbegleitenden Biotope wie Erlen-Auenwälder. Es reicht im Norden von der Potsdamer Innenstadt, über das Nuthetal zwischen Saarmund und Trebbin, über Luckenwalde bis nach Jüterbog im Südwesten und Baruth im Südosten. Zudem liegt ein Teil des FFH-Gebietes im Naturpark Nuthe Nieplitz.

Die Fließgewässer wurden bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts erheblich durch Begradigungen, Staustufen und Ausbau verändert und die angrenzenden Niederungen entwässert. Lediglich zwei Teilflächen sind in einem guten Zustand, wobei es sich um renaturierte Abschnitte eines Nuthe-Altarmes handelt. Die Fließgewässer sind wichtiger Lebensraum für einige gefährdete Fischarten. Die Fische werden vor allem durch Querbauwerke, Sohlräumungen und maschinelle Krautungen beeinträchtigt.

Anmerkung: Infolge der 18. Erhaltungszielverordnung (18. ErhZV) vom 30. März 2018 wurden Teilflächen des Gebietes mit einer Teilfläche des FFH-Gebietes "Forst Zinna/Keilberg" und einer Teilfläche des FFH-Gebietes "Seeluch-Priedeltal" zusammengelegt. Weitere Teilflächen des Gebietes werden mit den FFH-Gebieten "Schöbendorfer Busch" und "Park Stülpe und Schönefelder Busch" zu dem neuen FFH-Gebiet "Schöbendorfer Busch - Park Stülpe" zusammengelegt.

Geschützte Tier- und Pflanzenarten (Auswahl)

Tiere:
  • Fische: Bachneunauge, Bitterling, Rapfen, Schlammpeitzger, Steinbeißer
  • Säugetiere: Biber, Fischotter,
  • Vögel: Eisvogel
  • Wirbellose: Bauchige Windelschnecke, Schmale Windelschnecke

Geschützte Lebensraumtypen (Auswahl)

  • Flüsse der planaren bis montanen Stufe
  • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
  • Auenwälder

Mögliche Maßnahmen / Maßnahmenschwerpunkte

Vorrangiges Ziel der Maßnahmenplanung ist die Sanierung der Fließgewässer durch eine, zumindest partielle, Wiederherstellung der historischen Laufstrukturen und insgesamt einer naturnäheren Ausbildung. Die ökologische Durchgängigkeit soll durch den Rückbau der Wehre bzw. der Anlage von Umgehungsgerinnen wiederhergestellt werden. Von diesen Maßnahmen profitieren neben den Fischen auch der Eisvogel. Eine Anhebung des Wasserspiegels begünstigt den Erhalt der Auenwälder, die einerseits wichtige Retentionsflächen sind und andererseits als Rückzugs- und Nahrungshabitate für Fischotter und Biber dienen.

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Ansprechpartnerin

Maria Schrödter
Tel. 03 31 / 97 16 48 91
E-Mail schreiben

Managementplan

Managementplan für das:

Hrsg.: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MUGV), Potsdam (2015).

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